Hilfe durch Patenschaften, Notpakete und Wiederaufbauhilfe
17.09.2026
Nach der verheerenden Sturzflut in der Gebirgsregion zwischen China und Nepal stehen unsere Partnerorganisationen den Menschen in der Katastrophenregion bei, wo immer möglich. Während sie Pakete zur Notversorgung auf den Weg gebracht haben, bereiten sie langfristige Unterstützung vor – etwa für die Unterbringung von Kindern, die Sie mit Patenschaften unterstützen können.
Das heutige Gespräch (17.09.) mit dem Team der Women’s Foundation Nepal (WFN) hat uns sehr betroffen gemacht. Vergangenen Freitag, am 11. September, konnte die WFN die erste Hilfslieferung für 450 Menschen in eines der von der Sturzflut betroffenen Dörfer im Distrikt Nuwakot bringen.
Tara Upreti, der Präsidentin der WFN, sind die Strapazen und die Trauer anzusehen:
„Ich habe schon viele Krisensituationen in Nepal gesehen und als professionelle psychologische Beraterin habe ich es normalerweise gelernt, mich vom Leid insofern zu distanzieren, dass ich dann auch wirklich helfen kann. Aber dieser Anblick hat mich zutiefst erschüttert. Ich konnte meine Tränen nicht zurückhalten. Noch immer werden Leichen aus dem Schlamm gezogen, und über allem liegt der Geruch der Verwesung.“
Sie berichtete weiter, dass der Wagen, mit dem die WFN die Hilfsgüter brachte, aufgrund des tiefen Schlamms beinahe einen Abgrund heruntergestürzt ist. Aber sie haben es geschafft, den ersten 450 Menschen in einem Dorf zu helfen, in dem bisher zwar einige Nahrungsmittel, aber keine Kleider, Decken, Sanitärbedarfe angekommen waren.
Neben den direkten Hilfsmaßnahmen in den von der Sturzflut betroffenen Gebieten laufen auch die Abstimmungen zwischen den Behörden und den Organisationen, die Kinder und Erwachsene aufnehmen können, die ihr Hab und Gut – aber vor allem, die ihre Familien verloren haben.
WFN wird 30 Kinder aus Dörfern der Sturzflutregion aufnehmen
Die WFN wird in ihrem Frauen- und Kinderhaus 30 Kinder aus den betroffenen Dörfern aufnehmen. Diese werden von den Behörden an die WFN weitergeleitet. Der Bedarf wird sehr viel größer sein. Doch die WFN will die Kinder gut versorgen und muss deshalb die Zahl begrenzen.
Neben einem Schlafplatz und Essen, werden diese Kinder eine medizinische Versorgung und vor allem auch psychologische Begleitung benötigen. Sie finden im Frauen- und Kinderhaus einen Ort der Ruhe und Geborgenheit, um in dieser ersten Phase mit dem Erlebten umgehen zu können. Wie lange sie bei der WFN bleiben werden, ist unklar. Oberste Priorität hat, ihre Familien zu finden oder zumindest Klarheit über deren Verbleib zu bekommen. Manche Kinder bleiben vielleicht nur für einige Monate im Kinderhaus der WFN, andere bleiben sicher dauerhaft.
Diese Kinder benötigen Ihre Hilfe
Helfen Sie Kindern der Sturzflutregion. Für den ersten Monat benötigt die WFN pro Kind ca. 120 Euro: Diese Summe umfasst eine erste Vollausstattung mit Kleidung, Bettwäsche und Dingen des täglichen Bedarfs, eine gute medizinische und psychologische Versorgung und die täglichen Mahlzeiten. Für die folgenden Monate belaufen sich die Kosten auf ca. 80 Euro.
Bitte helfen Sie uns, zu helfen. Ermöglichen Sie diesen Kindern mit einer Einmalspende einen neuen Start oder werden Sie ihre Pat*in!
Manche Familie haben einfach alles verloren: Haus, Land, Vieh
Unser Partner für organischen Landbau, Organic Venture Nepal (OVN), analysiert unterdessen mit Betroffenen in Rasuwa, Gorkha, Dhading und Nuwakot die Notlage. Es sind Distrikte, in denen zwei Kooperativen von Kleinbäuer*innen anbauen und OVN mit ihren Produkten beliefern.
Bishnu Pokhrel, der Leiter von OVN: „Wir holen Informationen von unseren Ansprechpartnern und den Bauernfamilien ein. Allerdings sind die Kommunikation und der Zugang vor Ort nach wie vor sehr schwierig. Daher können wir noch keine vollständige Einschätzung darüber abgeben, wie viele unserer Bauernfamilien ihre Häuser, ihr Vieh, ihre Ernte, ihre landwirtschaftlichen Flächen oder anderes verloren haben“, sagt Bishnu Pokhrel. Die bisherige Bestandsaufnahme zeigt allerdings, dass einige Familien ihr komplettes Land, ihre Tiere – einfach alles verloren haben und grundlegende Wiederaufbaumaßnahmen und Förderungen notwendig sind.
Ihre Spende hilft unseren Partnerinitiativen in Nepal für Nothilfe und den Wiederaufbau.
Für ein Nothilfepaket sind 40 Euro nötig, Schafe und Ziegen kosten rund 50 Euro, ein Büffel ca. 1.450 Euro. Der Bau eines Hauses kostet rund 20.000 Euro.