Hilfsgüter vor Ort und Wiederaufbauhilfe
16.09.2026
Nach der verheerenden Sturzflut in der Gebirgsregion zwischen China und Nepal stehen unsere Partnerorganisationen den Menschen in der Katastrophenregion bei, wo immer das unter den nach wie vor schwierigen Bedingungen möglich ist. Während sie Pakete zur Notversorgung auf den Weg gebracht haben, bereiten sie langfristige Unterstützung vor.
Ein elfköpfiges Team der Women’s Foundation Nepal (WFN) erreichte am 11. September den Ort Bidur im Distrikt Nuwakot. Nuwakot liegt südlich von Rasuwa an der Grenze zu China – der erste von der Sturzflut verwüstete Distrikt auf nepalesischer Seite. Die Fahrt von Kathmandu, eine Strecke von 180 Kilometern, dauerte neun Stunden. „Im Notunterkunftszentrum der Trishuli Adarbhut School konnten wir etwa 450 Menschen lebenswichtige Hilfsgüter zur Verfügung stellen, die durch die Katastrophe ihre Häuser verloren haben“, berichtet WFN-Präsidentin Tara Upreti vom Standort der Schule.
Seit den ersten Tagen nach der Katastrophe packt die Frauenhilfsorganisation insbesondere für Schwangere und Mütter mit kleinen Kindern Hilfspakete. Kleidung, Decken, Betten, Gebrauchsgegenstände und sonstige Hygieneartikel werden zurzeit besonders gebraucht. WFN bereitet sich darüber hinaus auf weitere Akuthilfe für Frauen mit kleinen Kindern und Schwangeren vor sowie darauf, die Frauen mit psychologischer Betreuung bis hin zur Traumaberatung zu unterstützen. Hierfür fallen langfristig Kosten für Logistik und ausgebildetes Personal an.
Manche Familie haben einfach alles verloren: Haus, Land, Vieh
Unser Partner für organischen Landbau, Organic Venture Nepal (OVN), analysiert mit Betroffenen in Rasuwa, Gorkha, Dhading und Nuwakot die Notlage. Es sind Distrikte, in denen zwei Kooperativen von Kleinbäuer*innen anbauen und OVN mit ihren Produkten beliefern.
Bishnu Pokhrel, der Leiter von OVN: „Wir holen Informationen von unseren Ansprechpartnern und den Bauernfamilien ein. Allerdings sind die Kommunikation und der Zugang vor Ort nach wie vor sehr schwierig. Daher können wir noch keine vollständige Einschätzung darüber abgeben, wie viele unserer Bauernfamilien ihre Häuser, ihr Vieh, ihre Ernte, ihre landwirtschaftlichen Flächen oder anderes verloren haben“, sagt Bishnu Pokhrel. Die bisherige Bestandsaufnahme zeigt allerdings, dass einige Familien ihr komplettes Land, ihre Tiere – einfach alles verloren haben und grundlegende Wiederaufbaumaßnahmen und Förderungen notwendig sind.
Partnerorganisationen in Nepal koordinieren sich, um Opfern zu helfen
Der Zugang zu den zerstörten Regionen ist schwierig. Deshalb entsteht vor allem die Frage, wie der Wiederaufbau gelingen kann. Unsere Partnerorganisationen organisieren sich dementsprechend auch untereinander, um zu sehen, wie sie die Menschen am besten unterstützen können. So hat die Leiterin der Tashi Waldorfschule, Dil Maya Adhikari, unmittelbar nach der Katastrophe im Netzwerk unserer Partnerinitiativen eine Abfrage für koordinierte Hilfsaktionen gestartet.
So wird u.a. die WFN, die ein Frauen- und ein Waisenhaus betreibt, neben ihren bisherigen Hilfsaktionen auch massiv gefragt sein, Kinder aufzunehmen und zu betreuen, die ihre Familien und ihr Zuhause verloren haben. Ähnliches kommt auf unsere Partnerschulen zu.
Ihre Spende hilft unseren Partnerinitiativen in Nepal für Nothilfe und den Wiederaufbau.
Für ein Nothilfepaket sind 40 Euro nötig, Schafe und Ziegen kosten rund 50 Euro, ein Büffel ca. 1.450 Euro. Der Bau eines Hauses kostet rund 20.000 Euro.