Partner planen nach verheerender Katastrophe langfristige Hilfe
28.08.2026
Nach der verheerenden Sturzflut in der Gebirgsregion zwischen China und Nepal sind unsere Gedanken bei den Menschen in der Katastrophenregion. Wir stehen in engem Kontakt zu unseren Partnerorganisationen. Glücklicherweise ist keine direkt betroffen. Doch auch sie sind in tiefer Sorge um die Menschen in der Region, für die sie langfristige Unterstützung vorbereiten.
(Unser Titelfoto zeigt die unmittelbar am Fluss gelegenen Felder von Zuliefer*innen unseres Partners OVN im stark betroffenen Distrikt Nuwakot vor der Sturzflut)
So berichtet etwa Bishnu Pokhrel, der Leiter unserer Partnerorganisation Organic Venture Nepal (OVN), dass neben Rasuwa, dem von der Sturzflut am stärksten getroffenen Distrikt, auch die Distrikte Gorkha, Dhading und Nuwakot drastisch von den Verheerungen betroffen sind – Distrikte, in denen zwei Kooperativen von Kleinbäuer*innen organischen Anbau betreiben und OVN mit ihren Produkten beliefern.
„Wir versuchen, Informationen von unseren Ansprechpartnern und den Bauernfamilien in Rasuwa, Nuwakot und Dhading einzuholen. Allerdings sind die Kommunikation und der Zugang vor Ort nach wie vor sehr schwierig. Daher können wir noch keine vollständige Einschätzung darüber abgeben, wie viele unserer Bauernfamilien ihre Häuser, ihr Vieh, ihre Ernte, ihre landwirtschaftlichen Flächen oder anderes verloren haben“, sagt Bishnu Pokhrel.
Partnerorganisationen in Nepal koordinieren sich, um Opfern zu helfen
Unsere Partnerorganisationen organisieren sich derzeit auch untereinander, um zu sehen, wie sie die Menschen am besten unterstützen können. So hat die Leiterin der Tashi Waldorfschule, Dil Maya Adhikari, unmittelbar nach der Katastrophe im Netzwerk unserer Partnerinitiativen eine Abfrage für koordinierte Hilfsaktionen gestartet.
Nach Einschätzung unserer Partner ist die akute Nothilfe zurzeit in den Händen der Regierung und humanitärer Hilfsorganisationen am besten aufgehoben. Sie haben die technische Ausrüstung, das Personal und das Fachwissen für die überaus schwierigen Rettungsmaßnahmen und die Erstversorgung.
Aufgrund des nach wie vor hohen Risikos weiterer Erdrutsche und der Unzugänglichkeit der massiv zerstörten Regionen konzentrieren unsere Partnerorganisationen sich daher auf die Frage, wie sie langfristig helfen können. So wird die Women’s Foundation Nepal, die ein Frauen- und ein Waisenhaus betreibt, massiv gefragt sein. Zum einen, um Kindern zu helfen, die ihre Familien und ihr Zuhause verloren haben. Zum anderen, um den Opfern psychologische Betreuung anzubieten. Ähnliches kommt auf unsere Partnerschulen zu.
Alle Kräfte werden für zukünftige Hilfe der Sturzflut-Opfer gebraucht
Unterdessen wird OVN alle Kräfte und Mittel brauchen, um den rund 1.000 kleinbäuerlichen Familien ihres Netzwerks beim Wiederaufbau zu helfen. Dazu noch einmal Bishnu Pokhrel: „Wir gehen davon aus, dass wir in etwa ein bis zwei Monaten, wenn sich die Lage stabilisiert hat und der physische Zugang wieder möglich ist, den betroffenen Landwirten in Nuwakot, Rasuwa und Dhading substanziellere Unterstützung leisten können.“ So werde OVN Maßnahmen entwickeln, die auf den wirtschaftlichen Wiederaufbau und die Wiederherstellung der Lebensgrundlagen ausgerichtet sind.
Ihre Spende hilft unseren Partnerinitiativen in Nepal, dem extremen Hilfsbedarf der Menschen für den Wiederaufbau, die Suche nach Zuflucht und die Verarbeitung der unvorstellbaren Verheerung gerecht zu werden.