Kleine Beiträge, große Wirkung

Amala Bommer-Lukas über Patenschaften, Bildung und Verantwortung

04.02.2026

Seit vielen Jahren engagiert sich Amala Bommer-Lukas mit Patenschaften für junge Frauen, die am Hauswirtschaftskolleg Kimlea in Kenia eine hauswirtschaftliche Ausbildung absolvieren. Einige von ihnen bauen nach ihrem Abschluss ein eigenes Gewerbe auf, andere finden langfristige Anstellungen als Haushaltshilfen.

Für Amala ist dieses Engagement weit mehr als eine Patenschaft. Es ist ein echtes Herzensanliegen. Der Zugang zu Bildung, eine verlässliche Versorgung und faire Startchancen für junge Menschen sind für sie grundlegende Voraussetzungen für ein selbstbestimmtes Leben.

Was sie antreibt, ist auch ihre eigene Geschichte:
„Ich hatte selbst keinen besonders guten Start ins Leben“, erzählt sie offen. „Heute bin ich unglaublich dankbar für meine Möglichkeiten – und genau deshalb möchte ich etwas zurückgeben.“
Dann macht sie einen Vergleich auf: Viele von uns geben so oft 10, 20 oder 30 Euro für Dinge aus, die wir eigentlich gar nicht brauchen. „Für uns ist das nicht viel. Aber für die jungen Frauen können solche Beträge einfach alles bedeuten.“

GLS Mitarbeiterin und Patin - Amala Bommer-Lukas.
Auszubildende des Kimlea Colleges während des Kochunterrichts.

Gemeinsam mehr erreichen: Gruppen-Patenschaften

Neben ihrer persönlichen Patenschaft wirbt Amala besonders für Gruppen-Patenschaften. Dabei schließen sich Kolleg*innen, Kindergärten, Schulklassen oder andere Gruppen zusammen, um gemeinsam einem Kind oder Jugendlichen Bildung und Versorgung zu ermöglichen.

Schon rund 31 Euro im Monat reichen aus, um Schulbildung sowie die notwendige Versorgung mit Nahrung und Alltagsgegenständen für eine Schüler*in zu sichern. Verteilt auf mehrere Personen wird daraus ein kleiner individueller Beitrag – der Großes bewirkt.

„Abgesehen davon, dass der monatliche Beitrag für jede einzelne Person deutlich geringer ist, fühlt man sich als Teil einer Gemeinschaft“, sagt Amala. „Die geteilte Verantwortung schweißt zusammen.“ Gerade in Unternehmen lasse sich dieses Modell gut umsetzen, weil soziales Engagement hier ganz selbstverständlich Teil des Miteinanders werden könne.

Auch Schulklassen in Deutschland können sich beteiligen

Eine Schulklasse aus Deutschland kann gemeinsam den Schulbesuch eines Kindes in Kenia, Uganda, Südafrika, Brasilien, Peru oder Nepal ermöglichen. Über persönliche Briefe und den jährlichen Schulbericht erfahren die Kinder, wie Schule in anderen Teilen der Welt aussieht. Je nach Größe der Schulklasse reichen bereits ein bis zwei Euro pro Kind im Monat, um einem anderen Kind den Schulbesuch zu ermöglichen.

Bildung, die über Schulen hinaus wirkt

Die von der GLS Zukunftsstiftung Entwicklung geförderten Einrichtungen verfolgen emanzipatorische, alternative Bildungsansätze mit dem Ziel, dass die Schüler*innen ihr Leben später in die eigene Hand nehmen können. Neben klassischen Schulfächern haben praktische Fähigkeiten deshalb einen hohen Stellenwert: Handarbeit, Handwerk und insbesondere der ökologische Anbau von Nahrungsmitteln.

In Schulgärten lernen Kinder, Lebensmittel selbst anzubauen. Dieses Wissen stärkt sie im Alltag und wird in die Familien und Gemeinschaften weitergetragen. So wirkt Bildung nachhaltig über die Schule hinaus.

Alle Pat*innen – ob Einzelpat*innen oder Pat*innengruppen – ermöglichen den Schulbesuch eines Kindes oder die Ausbildung einer jungen Frau. In Jahresbriefen und Schulberichten lesen Pat*innen regelmäßig über Entwicklungen und Fortschritte.

In Schulgärten erlernen die Kinder wertvolle landwirtschaftliche Fähigkeiten.

Bewegende Momente, die bleiben

Wenn Amala zurückblickt, gibt es viele Momente, die sie berührt haben. Besonders nahe gehen ihr die handgeschriebenen Briefe der Schülerinnen.

„Und natürlich der Moment, wenn eine junge Frau durch meine Unterstützung ihre Ausbildung erfolgreich abschließt“, sagt sie. „Zu wissen, dass ihr dadurch eine unabhängige Zukunft bevorsteht – das bestärkt mich jedes Mal aufs Neue.“

Neben individuellen und Gruppen-Patenschaften besteht auch die Möglichkeit, ganze Einrichtungen wie Kindergärten, Schulen oder Colleges zu fördern. Einmal jährlich informiert ein Projektbericht der Institution die Förder*innen über Entwicklungen und Fortschritte.

Amalas Engagement zeigt: Es braucht keine großen Summen, um viel zu bewegen. Oft sind es gerade die kleinen, regelmäßigen Beiträge, die echte Veränderung möglich machen.

Werden Sie jetzt Pat*in!

Ihre Ansprechpartnerinnen:

Portrait von Astrid Blei

Koordinatorin für Bildungsförderung, Patenschaften

+49 234 5797 5257
astrid.blei@gls-entwicklung.de

Portrait von Elena Garrido Perez

Koordinatorin für Bildungsförderung, Patenschaften, Betreuung Praktikanten

+49 234 5797 5589
elena.garridoperez@gls-entwicklung.de

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Patenschaften - Allgemeine Informationen