Bright Future School in Uganda

Etwa 24 Meilen außerhalb von Kampala sind mittlerweile sechs engagierte junge Lehrerinnen und vier Lehrer dabei, eine Landschule, die Bright Future Primary and Nursery School, aufzubauen. Staatlich ausgebildet, absolvierten sie in Kenia eine Zusatzausbildung in Waldorfpädagogik. Ihr Ziel: Durch die in der Schule erworbenen Fähigkeiten sollen sich die Kinder zu selbstbewussten, verantwortlich handelnden Mitgliedern ihrer Gemeinschaft entwickeln. Die Klassenstärke soll nicht mehr als 35 Kinder betragen.

Um dieses Ziel umzusetzen, haben sich zunächst die drei Gründungslehrer/innen in verschiedenen Bereichen zusätzliches Wissen angeeignet: Neben ihren waldorfpädagogischen Zusatzqualifikationen hat Catherine Namata Buchhaltung erlernt; Betty Nabogere bildete sich im Sekretariatswesen und Kirumira Mutwalibi im organischen Landbau fort. Die Kinder in der Schule lernen nun unter anderem praktische, handwerkliche Fähigkeiten wie Stricken, Nähen, Weben, Flechten und organischen Landbau. Dies soll die Kinder befähigen, kreativ und mit Phantasie ihren Platz in der jungen ugandischen Gesellschaft zu finden. Modellieren, Handarbeit, Sprachübungen, Zeichnen, Geschichtenerzählen sowie Spielen im Freien tragen dazu bei, die individuellen Stärken der Kinder zu fördern.

Sie möchten ein Kind an der Bright Future School mit einer Patenschaft untersützen?

Der monatliche Patenbeitrag beträgt 31 Euro. Darin enthalten ist das Schulgeld, die Schuluniform, Unterrichtsmaterialien, eine ausgewogene warme Mahlzeit am Tag und wenn nötig medizinische Versorgung.

Die Patenschaft ist für den Zeitraum des Schulbesuchs gedacht (bis zum Ende der 7. Klasse).

Eine Patenschaft kann bei Bedarf jederzeit ohne Kündigungsfrist beendet werden. Wir bitten um rechtzeitige Information, damit wir Ausgleich schaffen und einen neuen Paten oder eine neue Patin suchen können.

Das Vertrauen, das aus mehrjähriger Zusammenarbeit gewachsen ist, und die Wahrnehmung des Engagements der Lehrer*innen und Betreuer*innen, sind Grundlage unserer Kooperation. Die Schule wird jährlich von unabhängigen Wirtschaftsprüfer*innen vor Ort geprüft.

Jeder Pate und jede Patin erhält mindestens einmal im Jahr einen persönlichen Brief des Patenkindes mit einem Foto. Der Brief ist in Englisch geschrieben (eine Übersetzung durch uns ist kostenlos möglich, wir bitten um einen Hinweis). Bei jüngeren Kindern wird der Brief von dem Lehrer oder der Lehrerin verfasst.

Einmal pro Jahr gibt es einen Schulbericht, durch den Sie die Entwicklung der Schule innerhalb eines Schuljahres mitverfolgen können.

Briefe an die Kinder können Sie kostenlos über uns leiten, das macht die Zustellung sicherer.

Nach vorheriger Abstimmung ist auch ein Besuch vor Ort möglich. Bei den Vorbereitungen dazu sind wir gerne behilflich.

Porträt von Astrid Blei

Betreuung Patenschaften

Astrid Blei


+49 (0)234 5797-5257
astrid.blei@gls-treuhand.de

Kein Lernen mit leerem Bauch
Für das leibliche Wohl der Kinder ist an der Bright Future School gesorgt, denn gut ernährte Kinder lernen konzentrierter und leichter. Im schuleigenen Garten werden Mais, Maniok sowie Bohnen angebaut und von einem Gärtner gepflegt. Die Schule hält außerdem vier Kühe, zwei Ziegen und einige Hühner. Durch die Verwendung der Nahrungsmittel aus dem Schulgarten muss nur wenig hinzugekauft werden. So erlernen die Kinder nicht nur Pflanzung, Pflege und Ernte, sondern erfahren auch direkt die praktische Bedeutung der ökologischen Landwirtschaft.

Das ugandische Schulsystem
Der Altersdurchschnitt der ugandischen Bevölkerung liegt bei 15 Jahren. Es herrscht allgemeine Schulpflicht nach britischem Schulsystem, mit Englisch als Unterrichtssprache. Die öffentlichen Schulen in Uganda sind sehr schlecht ausgestattet. Bis zu 100 Kinder in einer Klasse mit einem Lehrer sind Alltag. Unter diesen Umständen werden die Kinder von 7:30 Uhr bis 17:00 Uhr beschult. Der Rohrstock gehört zur Methode. Etwas zu essen fehlt den Kindern über Tag zumeist.

Politischer Hintergrund
Bis 1961 britische Kolonie, erlebte das Land verschiedene Diktaturen. Vielen ist noch heute die Schreckensherrschaft Idi Amins ein Begriff. In der Zeit von 1971 - 1979 starben dabei über 300.000 Oppositionelle. Das Land verlor einen Großteil seiner geistigen und beruflichen Elite, entweder durch Tod oder Flucht. Bis heute sind die Folgen dieser Periode spürbar. Seit 1986 herrscht Yoweri Kaguta Museveni. Heute ist Uganda eine autoritäre, formale Demokratie. Das alleinige Sagen hat Kaguta Musevenis Regierungspartei.