Bäume pflanzen gegen den Klimawandel

Fünf Partnerorganisationen des Green Light Forums in Uganda setzen seit dem vergangenen Jahr ein großangelegtes Wiederaufforstungsprojekt mit Kleinbäuer*innengemeinden um. Mithilfe der ökologischen Suchmaschine ECOSIA wollen sie mehr als 200.000 Bäume pflanzen.

Gemeinschaftlich betriebene Baumschulen als Lernzentren
„Im Web suchen und Bäume pflanzen“, das ist das Versprechen der mehrfach ausgezeichneten Suchmaschine ECOSIA. Seit 2009 trägt sie, in Kooperation mit Partnerorganisationen, zur weltweiten Wiederaufforstung bei. Für die Pflanzungen kooperiert ECOSIA mit Partnerorganisationen. Auf diese Weise konnten bereits 147 Millionen Bäume in 29 Ländern gepflanzt werden.

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Im Green Light Forum Uganda (GLFU) organisieren sich 13 erfahrene Partnerorganisationen der GLS Zukunftsstiftung Entwicklung. Zu den langfristig kooperierenden Mitgliedern zählen fünf Organisationen für organischen Landbau sowie sieben ländliche Grundschulen. Bei gemeinsamen Tagungen und Schulungen erweitern die Partner ihre Kompetenzen und schulen bzw. beraten sich gegenseitig zu Themen wie Administration, Projektabwicklung oder angepassten und verbesserten Technologien. Gemeinsam setzen die Partner großangelegte Vorhaben zur Förderung der nachhaltigen organischen Landwirtschaft, Wiederaufforstung, Schutz der Umwelt und Erhalt der Biodiversität um. Die Projekte verbessern langfristig die Lebensgrundlagen von Kleinbauernfamilien und schaffen Widerstandskraft gegen den fortschreitenden Klimawandel.

Dank dieser Förderung errichteten unsere fünf Landbaupartner vom Green Light Forum zwölf Baumschulen mit einer Gesamtkapazität von fast 300.000 Setzlingen. Es sind vor allem heimische und gefährdete Arten, die eines besonderen Schutzes bedürfen. Invasive Baumarten, die regionale Ökosysteme bedrohen könnten, sind von der Pflanzung ausgeschlossen. Die Baumschulen werden gemeinsam mit den lokalen Gemeinden betrieben. Das trägt einerseits zur kostengünstigen und nachhaltigen Anzucht der Setzlinge bei und schafft andererseits einen wichtigen Dreh und Angelpunkt für die Weitergabe von Wissen in den Gemeinden.

Mobilisierung der Kleinbäuer*innen durch Schulungen und Gemeindetrainer
Die Partnerorganisationen haben zehn Trainer ausgebildet, die innerhalb ihrer Gemeinden Kleinbäuer*innen für das Pflanzen gewinnen und mithelfen, aufzuforstende Flächen zu identifizieren. Sie schulen zu seltenen und gefährdeten Arten, zur Errichtung von Baumschulen und zum ökologischen Nutzen einzelner Arten; sie lehren Baumpflege und Wiederaufforstung. So tragen sie zum Wissen über nachhaltige Forstwirtschaft und zur Anwendung agroforstwirtschaftlicher Praktiken bei. Die gepflanzten Bäume stärken auf den Familienfarmen die Artenvielfalt, schützen Boden und Feldfrüchte vor Wind und Sonne und reduzieren die Bodenerosion. Zudem liefern sie auch Früchte, Viehfutter oder Brennholz.

Ein Kleinbauer pflanzt einen Setzling auf seiner Farm. Die gepflanzten Bäume stärken die Artenvielfalt und schützen den Boden.
Kleinbäuer*innen bei einer Verteilaktion von Setzlingen. Die Baumschulen der Partnerorganisationen werden gemeinsam mit lokalen Gemeinden betrieben.

Die Gemeindetrainer organisieren Treffen mit den zuständigen Behörden und weiteren Interessensvertretern, um Aufforstungsaktivitäten zu planen und zu besprechen. Im vergangenen Jahr pflanzten die fünf Partner*innen gemeinsam mit den Kleinbäuer*innen bereits mehr als 70.000 Bäume. Die Pflanzarbeiten, das Anwachsen und die gesunde Entwicklung der Setzlinge werden über ein engmaschiges Monitoring via GPS und Handy-App überprüft. In den letzten Monaten kam es allerdings zu Verzögerungen. Aufgrund geringer Niederschläge konnten die Bäuer*innen die Setzlinge nicht wie geplant auspflanzen. Sie mussten länger in den Baumschulen verbleiben und zusätzlich bewässert werden. Auch durch starke Preissteigerungen bei Benzin und Saatgut sowie einen gesunkenen Wechselkurs sind in den vergangenen Monaten zusätzliche Kosten für die Pflanzungen angefallen.

200.000 Bäume sollen bis Juni 2022 gepflanzt werden. Dafür werden noch rund 9.800 Euro gebraucht. Ihre Spende macht das möglich!

Spendenzweck: Uganda Bäume pflanzen F273P