16.02.2024

Hilfestellungen auf dem Weg zu bezahlter Arbeit

Mercedes Rodríguez ebnet im Norden Perus, in Cajamarca, den Weg für Menschen mit Behinderungen.

In Peru beträgt die offizielle Arbeitslosenquote rund 5,4 Prozent (2023, Nationalinstitut für Statistik). Das ist eine ungefähre Zahl, weil zum Beispiel auch Menschen, die mit einem Bauchladen in Bussen unterwegs sind, als Beschäftigte gelten, unabhängig davon, ob ihr Erlös zum Leben reicht oder nicht. Etwa 27,5 Prozent der peruanischen Bevölkerung lebt in monetärer, 5 Prozent in extremer Armut (2022, Nationalinstitut für Statistik). Besonders betroffen sind Menschen mit Behinderungen. Einen bezahlten Arbeitsplatz zu finden, ist für sie eine riesige Herausforderung, und das, obwohl Unternehmen inzwischen steuerlich begünstigt werden, wenn sie Menschen mit Behinderungen beschäftigen.

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Mercedes Rodriguez und Gina Rodriguez Paredes waren als Lehrerinnen in einer Schule für Menschen mit besonderem Förderbedarf tätig. Nur konnten sie als Lehrerinnen nicht die außerschulische Begleitung leisten, die die Einzelnen benötigten, um den Zugang zum ersten Arbeitsmarkt zu erreichen. Das macht eine intensive persönliche Beratung und Begleitung erforderlich, und genau der widmen beide als Rentnerinnen ihre Zeit. Mehr als 80 Menschen konnte in den letzten drei Jahren diese Begleitung unterstützen.

"Empleo Con Apoyo" - "Arbeit mit Unterstützung" ist als Programm unter dem Dach der Asociación Holanda in der Stadt Cajamarca angesiedelt. Die ehemalige Lehrerin Mercedes Rodriguez begleitet zurzeit elf junge Menschen mit Behinderungen bei der Suche nach Praktika und Stipendien sowie beim Einstieg in den ersten Arbeitsmarkt. Die Finanzierung dieser Initiative begann 2012 durch einen Stiftungsfonds unter dem Dach der GLS Zukunftsstiftung Entwicklung.

Gina Rodríguez bei einem Familienbesuch eines ihrer Schützlinge

Genau an diesem Punkt setzt Mercedes Rodríguez an. Ursprünglich war sie als Lehrerin in einer Schule für Menschen mit besonderem Förderbedarf tätig. Nur konnte sie als Lehrerin nicht die außerschulische Begleitung leisten, die die Einzelnen benötigen. Vielgestaltige Hilfestellungen werden gebraucht, wie Übungen in Hygiene, Zuverlässigkeit und Pünktlichkeit. Und dann gilt es  noch, die Türen von Unternehmer*innen zu öffnen, Unsicherheiten von Kolleg*innen abzubauen, Rahmenbedingungen für die jeweiligen Tätigkeiten zu schaffen, Eltern und Familie einzubinden.

All dies macht eine intensive, persönliche Beratung und Begleitung erforderlich, und genau der widmet sie als Rentnerin ihre Zeit. Mehr als 80 Menschen profitierten in den letzten drei Jahren von dieser Begleitung.

Im Jahr 2025 wurden zehn junge Menschen begleitet. Vier von ihnen haben nun einen festen Job, fünf machen eine Ausbildung und eine Person hat einen Bachelor-Abschluss in Pädagogik erworben.

Pro Jahr sind für diese Arbeit rund 3.500 Euro notwendig.

Spendenzweck

Peru: ECA F338