Individuelle Hilfestellungen auf dem Weg zu bezahlter Arbeit

Mercedes Rodriguez und Gina Rodriguez Paredes ebnen im Norden Perus, in Cajamarca, den Weg für Menschen mit Behinderung.

In Peru beträgt die offizielle Arbeitslosenquote rund 8,1 Prozent (2018, Nationalinstitut für Statistik). Das ist eine ungefähre Zahl, weil Menschen, die als Kleinunternehmer*innen zum Beispiel einen Bauchladenverkauf im Bus betreiben, als arbeitend gelten, auch wenn der Erlös nicht zum Überleben reicht. Etwa 21 Prozent der peruanischen Bevölkerung lebt unterhalb der Armutsgrenze. Besonders betroffen sind Menschen mit Behinderungen. Einen bezahlten Arbeitsplatz zu finden, ist für sie eine riesige Herausforderung, und das, obwohl Unternehmen inzwischen steuerlich begünstigt werden, wenn sie Menschen mit Behinderungen beschäftigen.

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Mercedes Rodriguez und Gina Rodriguez Paredes waren als Lehrerinnen in einer Schule für Menschen mit besonderem Förderbedarf tätig. Nur konnten sie als Lehrerinnen nicht die außerschulische Begleitung leisten, die die Einzelnen benötigten, um den Zugang zum ersten Arbeitsmarkt zu erreichen. Das macht eine intensive persönliche Beratung und Begleitung erforderlich, und genau der widmen beide als Rentnerinnen ihre Zeit. Mehr als 80 Menschen konnte in den letzten drei Jahren diese Begleitung unterstützen.

"Empleo con Apoyo" - "Arbeit mit Unterstützung" ist als Programm unter dem Dach der Asociación Holanda in der Stadt Cajamarca angesiedelt. Die zwei ehemaligen Lehrerinnen Mercedes Rodriguez und Gina Rodriguez Paredes begleiten zurzeit elf junge Menschen mit Behinderungen beim Einstieg in den ersten Arbeitsmarkt. Die Finanzierung dieser Initiative begann 2012 durch einen Stiftungsfonds unter dem Dach der Zukunftsstiftung Entwicklung.

Gina Rodriguez bei einem Familienbesuch eines ihrer Schützlinge.

Genau an diesem Punkt setzen Mercedes Rodriguez und Gina Rodriquez Paredes an. Ursprünglich waren sie als Lehrerinnen in einer Schule für Menschen mit besonderem Förderbedarf tätig. Nur konnten sie als Lehrerinnen nicht die außerschulische Begleitung leisten, die die Einzelnen benötigen. Diese notwendigen Hilfestellungen sind neben Schulungen in Hygiene, Zuverlässikeit und Pünktlichkeit sehr vielgestaltig. Und dann gilt es  noch, die Türen von Unternehmer*innen zu öffnen, Unsicherheiten von Kolleg*innen abzubauen, Rahmenbedingungen für die jeweiligen Tätigkeiten zu schaffen, Eltern und Familie einzubinden.

All dies macht eine intensive, persönliche Beratung und Begleitung erforderlich, und genau der widmen beide als Rentnerinnen ihre Zeit. Mehr als 80 Menschen profitierten in den letzten drei Jahren von dieser Begleitung.

Bislang wurde diese Arbeit aus einem Stiftungsfonds unter dem Dach der Zukunftsstiftung  Entwicklung finanziert. Die Gelder des Stiftungsfonds sind nun sinnvoll umgesetzt.
Doch die beiden Damen würden gerne noch ein, zwei Jahre tätig sein, um weiteren Menschen mit Behinderung diese Integrationschancen zu geben.

Pro Jahr sind für diese Arbeit rund 4.000 Euro notwendig.