Der Energiekrise begegnen

Vor 40 Jahren war Uganda zu einem Fünftel bewaldet. Heute sind nur noch 7% an Waldflächen übrig. Eine nachhaltige Nutzung der bestehenden Wälder und eine artenreiche Wiederaufforstung sind deshalb für Uganda wichtig. Unsere Projektpartner vom Green Light Forum Uganda setzen sich mit 197 Bauerngruppen für Aufforstung und den Bau Feuerholz sparender Herde ein.

Mehr über GLFU

Im Green Light Forum Uganda (GLFU) organisieren sich 13 erfahrene Partnerorganisationen der GLS Zukunftsstiftung Entwicklung. Zu den langfristig kooperierenden Mitgliedern zählen fünf Organisationen für organischen Landbau sowie sieben ländliche Grundschulen. Bei gemeinsamen Tagungen und Schulungen erweitern die Partner ihre Kompetenzen und schulen bzw. beraten sich gegenseitig zu Themen wie Administration, Projektabwicklung oder angepassten und verbesserten Technologien. Gemeinsam setzen die Partner großangelegte Vorhaben zur Förderung der nachhaltigen organischen Landwirtschaft, Wiederaufforstung, Schutz der Umwelt und Erhalt der Biodiversität um. Die Projekte verbessern langfristig die Lebensgrundlagen von Kleinbauernfamilien und schaffen Widerstandskraft gegen den fortschreitenden Klimawandel.

Über 70% der Gruppenmitglieder sind Frauen. In Uganda sind sie es, denen sämtliche harte Arbeiten zufallen: Wasser – oft über weite Strecken - schleppen und Feuerholz sammeln gehören dazu. Frauen haben deshalb auch eine besondere Sensibilität für einen bewussten Umgang mit Feuerholz.

Die Partnerorganisationen lehren Methoden des ökologischen Landbaus. Dies hilft den Kleinbäuer*innen, besser von ihren oft kleinen Landstücken leben zu können. Durch Aufforstung mit Obstbäumen, Bäumen zum Schnitt von Tierfutter und schnellwachsenden Sorten für Bauholz lernen sie, die Artenvielfalt und zusätzlich ihre Erträge zu steigern.

Feuerholz sparende Herde

Eine wichtige Komponente ist der Bau Feuerholz sparender Herde. Es gibt verschiedene Versionen. Die Herde müssen technisch so angepasst sein,

  • dass sie kulturelle Gegebenheiten, insbesondere Essgewohnheiten, berücksichtigen, so dass sie von den Benutzerinnen akzeptiert werden;
  • dass sie von den Benutzerinnen selbst gewartet und repariert werden können;
  • dass der einzelne Herd die Ernährungsnotwendigkeiten der Familie erfüllen kann.

Die Ausbilder verfügen über das Wissen und die technische Kompetenz, den Bau jeweils passender Modelle zu vermitteln. Wie viele Flammen der Herd bekommt, wie hoch er ist und wie gestaltet, hängt von den individuellen Bedürfnissen der Familie und ihrer Kreativität ab.
Die Hauptbaumaterialien sind Lehm und Erde, die die Familien selbst beitragen. Pro Flamme bedarf es eines stabilen Einsatzes aus Metall, der das Gewicht des Topfs sicher trägt. Er ist der einzige Kostenpunkt des Herdes.

Im Jahr 2022 sollen 500 dieser Herde neu gebaut werden. Dafür werden mindestens 2.500 Euro an Spendengeldern benötigt.