Mitten im peruanischen Regenwald des Amazonas liegt Tamshiyacu.

Die Gemeinde ist nur mit dem Motorboot von Iquitos aus zu erreichen. Der Regenwald in Tamshiyacu ist durch ein multinationales Unternehmen bedroht. Die Naturschutzorganisation ACELPA, ein Partner der GLS Zukunftsstiftung Entwicklung, kämpft für den Erhalt des Waldes, der seltenen Pflanzen, von Bäumen und Tieren.

Der Spendenzirkel Klimaschutz, bestehend aus 15 engagierten Frauen, fördert die Arbeit ACELPAS mit 30.000 Euro und setzt sich damit wirkungsvoll für den Erhalt des Regenwaldes ein. Dr. Annette Massmann, Vorständin der GLS Zukunftsstiftung Entwicklung, konnte am Montag den Scheck freudig entgegen nehmen.

Die Spende wird für den Kauf von Regenwald sowie die Registrierung als Gemeingut-Naturschutzzone eingesetzt.

Der Spendenzirkel Klimaschutz gründete sich im März 2022 mit dem Ziel, Klimaschutzinitiativen finanziell bei ihrer wichtigen Arbeit zu unterstützen. Angelehnt an das Prinzip eines “Giving Circle” nach amerikanischem Vorbild, sammeln die Mitglieder ihre Spenden und entscheiden anschließend gemeinsam, wofür das Geld eingesetzt werden soll. Dafür treten sie via Zoom mit Klimaschutzorganisationen in Kontakt, stellen Fragen und diskutieren die Pros und Contras der jeweiligen Projekte.

Die Spende an ACELPA ist bisher die zweite Spende, die der Giving Circle für den Klimaschutz machte. Susanne Kersig, Mitglied des Spendenzirkels Klimaschutz, sagte bei der Übergabe des Schecks: “Wir sind sehr begeistert von ACELPA – und auch von der Arbeit der GLS Zukunftsstiftung Entwicklung, die auf uns sehr professionell, gut durchdacht und vertrauenswürdig gewirkt hat!”

Mehr Informationen zum Kauf von Regenwald und der Registrierung als Gemeingut-Naturschutzzone:

hier

Mehr über ACELPA

Francisco Tananta ist im Amazonasurwald von Tamshiyacu geboren und aufgewachsen und tief geprägt von der Spiritualität des Gebietes und dem Wissen um lokale naturheilkundliche Medizin. Er arbeitet unter anderem mit Consuelo Garcia Hualinga, vierfacher Mutter und ebenfalls zutiefst verbunden mit dem Ort und Angelika Kotzur, einer Heilpraktikerin aus Deutschland, zusammen. In Tamshiyacu in der Region Loreto begann im Jahr 2013 die illegale Abholzung von rund 3.000 Hektar Wald für einen internationalen Kakaokonzern über Nacht. Die drei Widerständigen suchten und fanden lokale und internationale Bündnispartner*innen und begannen ihre erfolgreiche Aufklärungsarbeit zum Schutz des Urwaldes.

Asociación Civil Puente de la Amistad - Verein Brücke der Freundschaft, ACELPA - ist ein 2011 gegründeter gemeinnütziger Verein aus Tamshiyacu im Amazonasgebiet von Peru. Gegründet wurde die Organisation von Francisco Tananta, ursprünglich als Stipendienorganisation für die Ausbildung von Jugendlichen. Heute engagiert sich ACELPA vor allem im Umwelt- und Naturschutz. Auslöser war die illegale Abholzung von 3.000 Hektar Regenwald durch ein multinationales Kakaounternehmen. Immer im Bewusstsein, dass der Schutz des Gebietes nur gelingt, wenn die Menschen vor Ort mit ihm auch eine Lebensperspektive verbinden können, ist das Ziel der Organisation, strategisch Land zu kaufen, um die Ausweitung der illegalen Rodungen des Regenwaldes zu verhindern. Gleichzeitig sollen für Bauern und Bäuerinnen der Region alternative Einnahmequellen durch Ausbildung in Permakultur und biodynamischer Landwirtschaft erschlossen werden. ACELPA schützt die gekauften Waldflächen, schafft Öffentlichkeit und kooperiert auch mit Organisationen in der Hauptstadt Lima, um politischen Druck zu erzeugen. ACELPA ist seit 2015 Partnerorganisation der Zukunftsstiftung Entwicklung.

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