Im Web suchen und Bäume pflanzen

Bis März 2022 pflanzen Partnerorganisationen der GLS Zukunftsstiftung Entwicklung über 1,4 Millionen Bäume in Kenia und Uganda. Die Finanzierung durch Ecosia ermöglicht dieses Vorhaben, das in ganzheitliche, organische Landbauprojekte eingebettet ist.

„Im Web suchen und Bäume pflanzen…“, das ist das Versprechen der mehrfach ausgezeichneten ökologischen Suchmaschine Ecosia, die seit 2009 erfolgreich zur weltweiten Wiederaufforstung beiträgt. Für die Pflanzung der Bäume kooperiert Ecosia mit internationalen und nationalen Partnerorganisationen. Insgesamt konnten so bis dato rund 125 Millionen Bäume gepflanzt werden.  

Seit dem 22. April 2021 zählt nun auch die GLS Zukunftsstiftung Entwicklung zu den offiziellen Kooperationspartner*innen von Ecosia. Acht lokale Partnerorganisation in Kenia und Uganda sind die Durchführenden vor Ort. 35 Baumschulen werden von ihnen gemeinsam mit lokalen Gemeinden betrieben, was nicht nur die kostengünstige und nachhaltige Anzucht der Baumsetzlinge garantiert, sondern auch einen wichtigen Dreh- und Angelpunkt für den Wissenstransfer in den Gemeinden schafft. Durch Vermittlung von Wissen über seltene und gefährdete Arten, zu Baumpflege und Wiederaufforstung kann eine nachhaltige Forstwirtschaft in den Zielgemeinden gelingen. Zudem werden durch dieses Projekt Kleinbäuer*innen zu Themen wie Agrarökologie und organischer Landwirtschaft geschult.

Rund 58 verschiedene Baumarten werden die acht Partnerorganisationen der Zukunftsstiftung Entwicklung in Kenia und Uganda pflanzen. Im Fokus stehen indigene und/oder gefährdete Arten, die eines besonderen Schutzes bedürfen. Invasive Baumarten, die regionale Ökosysteme bedrohen könnten, sind hingegen ausgeschlossen.

„Monatlich erhält Ecosia rund 500 Millionen Suchanfragen. 2020 konnte so rechnerisch alle 1,3 Sekunden ein Baum gepflanzt werden. Ich finde es genial, dass das Suchen mit Ecosia einen wesentlichen Mosaikstein zur ganzheitlichen Entwicklungszusammenarbeit beiträgt.“ 

Dr. Annette Massmann, Vorständin der GLS Zukunftsstiftung Entwicklung

Aktueller Stand
Zu Beginn des Projektes wurden Kleinbäuer*innen in den einzelnen Kommunen mobilisiert und geschult. Dann startete die Ausbildung der Management-Komitees für die Gemeinde-basierten Baumschulen. Gemeinsam mit den Kleinbäuer*innen indentifizierten die Komittes Flächen für die Aufforstung. Unser kenianischer Partner SACDEP (Sustainable Agriculture Development Programme) organisiert zum Beispiel für die Aufforstung zusammen mit 1.000 Kleinbäuer*innen, die kurz vor oder während der Regenzeit bis März 2022 insgesamt 207.315 Bäume pflanzen werden. Ein weiterer Projektpartner in Kenia, RODI, zeigt sich zuversichtlich, da die Kleinbäuer*innen sich sich das Projekt zu eigen gemacht haben und intensiv mit den Gemeinden zusammenarbeiten. Beim dritten kenianischen Partner, SAPAD, ist die Lage etwas komplizierter. Die aktuellen Baumschulen und Pflanzungen werden durch die fehlenden Regen in Tharaka bedroht. Der Klimawandel schreitet voran und Dürren kommen in dieser Region immer öfter vor. Das ist in diesem Fall besonders bitter, da die Baumpflanzungen ja gegen den Klimawandel wirken sollen.

Unsere fünf Partnerorganisationen in Uganda haben zehn Gemeindetrainer*innen ausgebildet, die innerhalb ihrer Kommunen die Kleinbäuer*innen für das Pflanzen mobilisieren und die aufzuforstenden Flächen identifizieren.

Es fanden zudem zahlreiche Schulungen für die mobilisierten Kleinbäuer*innen und Gemeindegruppen statt. In diesen wurde das nötige Know-How zum Pflanzen der Bäume, der Errichtung von Baumschulen als auch essentielles Wissen über den ökologischen Nutzen der Bäume, sowie über ein harmonisches und nachhaltiges Zusammenleben mit Bäumen vermittelt. Zusätzlich kam es zu Treffen mit den zuständigen Behörden und weiteren Interessensvertretern, um die Aufforstungs-Aktivitäten zu planen und zu besprechen.

Um den Pflanzfortschritt, den Fortbestand und das gesunde Wachstum der Bäume sicherzustellen, gibt es ein engmaschiges Monitoring via GPS und Handy-App. So können bei Bedarf Bäume nachgepflanzt und die Pflege der Bäume nachgehalten werden.

Bäume pflanzen und ganzheitliche Entwicklung ermöglichen
Gleichzeitig sind die Pflanzungen in ganzheitliche organische Landbauprojekte der kleinbäuerlichen Gemeinden eingebettet. Die Projekte verbinden Schulungen im organischen Landbau mit dem Aufbau von Wasserinfrastruktur, der Verbesserung der Bodenfruchtbarkeit, dem Aufbau eigener Saatgutbanken, wesensgerechter Tierzucht- und -haltung, der Einführung Feuerholz sparender Herde.  

So wird die grundlegende Verbesserung der Lebensbedingungen der Gemeinden gesichert. 

Ecosia und die GLS Zukunftsstiftung Entwicklung streben an, die Kooperation nach dem ersten Probejahr weiterzuführen – für viele Millionen Bäume und die Verbesserung von Lebensbedingungen.

"Kleinbäuer*innen die sich in Kooperationen organisiert haben, können eine signifikante Rolle dabei spielen, Natur und Nutzbäume wieder in die Landschaft zu integrieren. Wir - bei Ecosia - freuen uns deswegen sehr, dass wir über die Zukunftsstiftung Entwicklung nun gemeinsam mit acht Kooperativen in Uganda und Kenia zusammenarbeiten, um das Leben für Mensch und Natur vor Ort weiter zu verbessern.”

Pieter van Midwoud, Chief Tree Planting Officer, bei Ecosia

SUCHEN SIE MIT ECOSIA, die Kooperationspartner*innen der GLS Zukunftsstiftung Entwicklung danken es Ihnen!

www.ecosia.org

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